Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Dresden

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Das Zangenmikrometer der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte

 

Im Jahre 1878 wurde in Glashütte die Deutsche Uhrmacherschule gegründet. Sie war eine Stiftung, an der der Sächsische Staat, die Stadt Glashütte und der Zentralverband der Deutschen Uhrmacher beteiligt waren. Über die Jahre entwickelte sie sich zu einer renommierten, weit über die Landesgrenzen bekannten Institution.

Während man nach vielen anderen Berufsschulen der letzten 100 Jahre in Archiven vergeblich sucht, ist die Entwicklung der Glashütter Einrichtung gut dokumentiert. Die Namen aller Schüler und Lehrer sind ebenso wie die praktischen Schülerarbeiten erhalten geblieben.

Der Lehrplan der Glashütter Uhrmacherschule wurde 1927 in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung veröffentlicht. Im Unterschied zu heutigen inhaltsarmen KMK-Rahmenlehrplänen handelte es sich dabei um die detaillierte Beschreibung des praktischen Lehrgangs der Uhrmacherausbildung. Darin wurde zum Beispiel der Bau eines Messgerätes exakt geschildert und mit vielen Skizzen ergänzt.

Die gegenwärtigen lernfeldorientierten Lehrpläne der an unserer Berufsschule unterrichteten Technischen Produktdesigner eignen sich für umfangreichere Projektaufgaben. Besonders das Lernfeld 2 „Bauteile und Baugruppen nach Vorgabe computerunterstützt erstellen“ bot sich für die Rekonstruktion des genannten Messgerätes an. Auf diese Weise erlernen die Lehrlinge die Features der Konstruktions-software an den Teilen eines historischen Messgerätes statt an unzusammenhängenden Übungsbeispielen.

Das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte ermöglichte uns, eines der erhalten gebliebenen Geräte zu besichtigen und zu vermessen. Außer den Zeichnungen wurde eine Dokumentation angefertigt, die neben technischen Details auch auf den Erbauer des Messgerätes und seinen Fachlehrer eingeht.

Zangenmikrometer von Fritz Röhrich aus dem Jahr 1921, Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, Inv.- Nr. 80264

 

Bleistiftskizzen sind auch heute noch nützlich, hier beim Vermessen von Einzelteilen des Holzgehäuses.

 

Die Skizzen aus dem praktischen Lehrplan der Uhrmacherschule von 1927 erlauben die exakte Rekonstruktion des Zangenmikrometers.

 

 

 

Durch Rendern entand aus dem 3D-Modell die fotorealistische Darstellung des Zangenmikrometers.

 

In kleinen Gruppen lassen sich offene Fragen gut erörtern.

 

 

In der Dokumentation

"Das Zangenmikrometer der Deutschen Uhrmacherschule"

sind die Ergebnisse der Projektarbeit zusammengefasst.